Hallo Franco,

nach meiner Rückkehr in good old germany war heute Pause und morgen ist mein letzter Urlaubstag, da werde ich noch mal eine Runde mit dem Fahrrad drehen, geputzt ist es und Freitag Abend ist wieder Bootcamp.
Es war eine tolle Zeit bei Euch im Fitnessurlaub in Marbella !!! Danke.

Liebe Grüße
Bettina

Fitnessurlaub Marbella – Tiptop!

Letztes Jahr bin ich 50 Jahre alt geworden und aus mehreren Gründen und Ausreden war ich zum Sportmuffel geworden.
Nun stand das Frühjahr vor der Tür und ich hatte das Gefühl, dass ich einen Tritt in den – immer größer werdenden – Hintern bräuchte. Ein Mist. Eigentlich bin ich diszipliniert .. – eigentlich. In letzter Zeit fehlte die Motivation und die Energie, mich auch noch um Sport zu kümmern. Aber nun sollte ich mal dran sein, um mir meinen Fitnessurlaub zu gönnen.

Internet hilft.. wie hieß noch gleich dieses Fitnesscamp, in dem diese Bekannte letztes Jahr war.. ? Sie hatte in ihrem Fitnessurlaub abgenommen und war sportlich wieder aktiv. Wenn ich doch bloß besser zuhören würde, wenn sie schon mal was erzählt. Sie  ist eine der Sportfreundinnen meiner besten Freundin Simone, die seit drei Jahren mit ihrem neuen Freund so regelmäßig Sport macht, dass sie mich abgehängt hatten. Die hatten gemeinsam eine Sportrunde gegründet und es machte meiner Freundin so viel Spaß, dass es mittlerweile nicht mehr zu übersehen war: sie war in der Form ihres Lebens und ich?! – eben … mit ihr traute ich mich nicht mehr zum Sport oder womöglich an den Strand ‚Kennt ihr die dicke Freundin von …? ‚ – das wollte ich mir nicht (mehr) geben.

Irgendetwas musste also passieren, also noch mal Internet … der Fitnessurlaub war in Spanien, Marbella, glaube ich.

Also stoße ich irgendwann auf Francos Seite:

http://www.marbellafitforfun.com  – klingt auch so nach dieser Zeitschrift für die super schlanken und sportlichen Menschen. Aber schön sieht es schon aus dort.  Ob das was für mich ist, wage ich erstmal zu bezweifeln.  Andalusien – Wetter im Frühjahr passt laut Klimatabelle perfekt: viel Sonne und angenehme Temperaturen.

‚Bootcamp‘ und ‚ Abnehmcamp‘ hören sich ziemlich nach dieser Fernsehsendung an, in dem sehr übergewichtige Menschen militärisch gedrillt werden. Oje, in meinem Kopf läuft ein Film ab, wie morgens früh um 6 Uhr jemand durch ein Mannschaftsquartier läuft und mit Megaphon alle zum Marschieren weckt.

Die Bilder und das Imagevideo vom Fitnessurlaub sind aber so schön und sehen auch nach Urlaub aus, dass ich mich letztlich doch nach einer Stunde durchringe und auf ’senden‘ drücke, um meine erste Anfrage zu schicken.

Sehr schnell hatte ich eine völlig unkomplizierte  und unorthodoxe Antwort vom Headcoach Franco. Anreise sei jederzeit möglich, viele Alleinreisende seien unter den Gästen und nur der Flug ist noch extra zu buchen, so wie es mir passt.  Völlig unkomplizierte Buchung und alle fehlenden Angaben und Fragen wurden umgehend und erschöpfend beantwortet.  Promipersonaltrainer Franco machte mir Mut, dass sein individuelles Training für jedermann geeignet sei. Trotzdem plagten mich Zweifel, ob es nach so langer Sport – Abstinenz die richtige Entscheidung war.

Ich zog meine Physiotherapeutin ins Vertrauen. Sie gab grünes Licht und letzten Endes könnte ich jederzeit beim Sportprogramm stoppen oder aussteigen.
Nach zwei weiteren kurzen Kontakten zu Franco, der absolut zuverlässig und vertrauenswürdig rüberkam, buchte ich für 19 Tage ‚Fitness Urlaub‘. Es sollte bald losgehen, so wurde es der 05. – 24.03.2017. Die Buchungsbestätigung betonte auch noch mal, dass die Ferien aus zwei Wörtern bestehen: Fitness + Urlaub.

Ich war gespannt, ob Franco ( bekannt als Personal Trainer aus dem TV und von Rebecca Kratz )  dieses Versprechen würde einhalten können.
Meinen Freunden hatte ich erstmal nichts von dieser Idee erzählt, für sie und Kollegen ging es in einen Wanderurlaub nach Andalusien, auf dem auch geradelt würde. Mein heimlicher Plan war die Überraschung meiner Freundin nach meiner Rückkehr durch eine spontane Teilnahme bei ihrem ‚Bootcamp‘ zuhause. So machte ich mir keinen Druck vorher und könnte hinterher selbst entscheiden, was und wieviel ich erzählte. Vielleicht war es wirklich übertrieben mit dem vorhergesagten Gewichtsverlust von 1 – 2,5 kg pro Woche. Dann hätte ich hinterher keinen Rechtfertigungsstress.
Zwar fehlten mir ‚gefühlt‘, Detailangaben zu Unterkunft und Ablauf, eine Garantie gibt es bei Pauschalreisen auch nicht und man ist schnell enttäuscht. Also los.

Die Zeit bis zum Reiseantritt vom Fitnessurlaub war glücklicherweise so kurz und angefüllt , dass ich nicht viel Zeit hatte, mir weitere Bedenken einzureden und am 05. März empfingen mich pünktlich zwei gut gelaunte Trainer bei bestem Wetter am Flughafen in Malaga im VW- Bus, der mich die nächsten Wochen immer wieder zu den unterschiedlichsten Ausgangspunkten für unsere sportlichen und übrigen Veranstaltungen bringen würde. Erinnerungen an meine Jugend wurden wach und ich musste schmunzeln. Ein tolles Gefährt.

Die erste Nacht war ich allein im Appartement und so aufgeregt, was mich am nächsten Morgen bei der ersten Sporteinheit erwarten würde, dass ich die vielen Infos von Franco nicht alle aufnehmen konnte. Ich behielt noch Uhrzeit und Bootcamp Montag Morgen, wiegen und Messung von KFA, individuelle Ziele sollten und wurden besprochen. Ich wollte in den 19 Tagen 4 kg abnehmen – ehrgeizig.
Das Appartement war sauber, zweckmäßig eingerichtet und zu meiner Begeisterung mit Badewanne. Ein Luxus, den ich nicht erwartet hatte und der mir in Anbetracht der bevorstehenden Muskelkater, sehr willkommen war.

Ob die anderen Teilnehmer im Fitnessurlaub, die ja alle schon unterschiedlich lange Urlaub dort machten, Fitnessprofis sind oder kurz davor, war eigentlich meine größte Sorge, die auch völlig unberechtigt war. Es war eine bunte Mischung und ein Querschnitt durch Alter und deutschsprachigem Ausland. Alle waren aus unterschiedlichen Gründen da, fast alle wollten Gewicht verlieren und Fitness aufbauen. Ein Schweizer Paar, mit denen ich mir eine zeitlang ein sehr geräumiges schönes Apartment teilte, das etwas oberhalb des Ortes lag, mit einer spektakulären Aussicht und einer riesigen Terrasse mit Grill, war bereits das zweite Mal in diesem Jahr da und er hatte bereits fast 10 kg Gewicht verloren. Das motivierte mich, denn meinen  Stoffwechsel hielt ich für problematisch. Aber auch alle  anderen Teilnehmer hatten in ihrem individuellen Fitnessurlaub Gewicht verloren. Das klang vielversprechend.

Das gemeinsame Kochen in Apartment machte Spaß und gegessen wurde auf der Terrasse. Da fehlte der Fernseher nicht wirklich. Natürlich gab es einen Vortrag über Ernährung und darüber wer wann wieviel und wovon essen durfte.

Der Kontakt zu den anderen ergab sich ebenfalls völlig entspannt, mehr Frauen als Männer. Die gegenseitige Motivation half über so manchen Muskelkater hinweg und das jeweils unterschiedliche Fitnesslevel war nicht trennend, sondern wir tauschten dann auch untereinander Ernährungs- und Trainingstipps.

Der Trainingsablauf war jede Woche ähnlich, aber doch immer anders, weil die Übungen variierten und das Programm dem Wetter angepasst wurde. Am besten haben mir die Bootcamp – Termine auf einer großen, sehr gepflegten Wiese in Estepona gefallen mit Aussicht auf Gibraltar und bei guter Sicht auch auf Marokko. Beim ersten Mal war ich etwas überfordert, mir die vielen möglichen Übungen zu merken, die an den einzelnen Stationen abzuarbeiten waren. Aber auch wenn es nicht immer den Anschein hatte, verfolgt Franco sehr genau, was jeder macht und kann. Er geht herum und korrigiert Haltung und Ausführung und wird auch laut, wenn es sein muss, um zu motivieren oder wenn er erkennt, dass man nicht bei der Sache ist. Die kleine Gruppe lässt auch zu, dass er einschätzen kann, wer am Limit trainiert und eher eine Pause braucht oder wer versucht, eine Übung auszulassen und fordert sie dann ein.

Mein Horror war die 10 – Kilo – Weste, die Franco als weitere Steigerung einzelnen Teilnehmern verpasste, jedoch nur, wenn die auch dazu in der Lage waren. Es wurde wirklich niemand überfordert. Ich musste sie nur selten tragen ;-). Nach der Bootcamprunde gab es meist eine gemeinsame Kaffeepause irgendwo und im Anschluss eine Radtour. Meine gepolsterte Fahrradhose und ich wurden sehr gute Freunde. Das Überleben meines ersten Tages feierte ich in der Badewanne.

Ich hatte ‚Körper‘ – alle Muskelgruppen wurden bewegt und schmerzten… Klar hatte ich auch in der zweiten Woche noch Muskelkater, aber es wurde von mal zu mal weniger. Der Austausch mit den anderen Teilnehmer im Fitnessurlaub war eine große Hilfe. Dadurch dass alle schon unterschiedlich lang da waren, ergänzten sich unsere Erfahrungen prima.

Wir wurden über WhatsApp immer auf dem Laufenden gehalten und bei Fragen konnten wir Franco so auch jederzeit erreichen. Natürlich ist ein gewisses Maß an Selbstständigkeit hilfreich und Pünktlichkeit der Teilnehmer eine anzunehmende Selbstverständlichkeit, wenn alle eingesammelt werden, um zum Übungsplatz oder Startpunkt der Radtouren aufzubrechen.

War der Kühlschrank leer, wurde auch über WhatsApp im Gruppenchat nachbestellt, spätestens nach 2 Tagen war wieder alles da und so mancher Extrawunsch auch ohne konkrete Anforderung erfüllt. Ich hatte die Erdbeeren einer Mitstreiterin mit großen Augen bemerkt und bekam mit der nächsten Lieferung auch gleich welche. Das war echt aufmerksam. Ich mag es sauer und die bestellten Zitronen wurden nach eigener Ernte durch den Headcoach gartenfrisch geliefert – köstlich !

Jede Woche gab es auch noch mindestens einen Ausflug in die nähere und weitere Umgebung. Malaga und Marbella zähle ich dabei gar nicht, denn da waren wir sowieso immer zum Training oder auf Radtour.

Wir waren gemeinsam in Gibraltar, in Granada und Tarifa. Die Tour nach Tarifa hat mir am besten gefallen, es war noch Karneval und jede Kneipe und jedes Café in dem kleinen Küstenort geschmückt. Verkleidete und singende Grüppchen zogen umher – es war eine total ausgelassene Stimmung, die uns angesteckt hat. Wir haben die vorgesehene Radtour spontan verkürzt und das Treiben beobachtet. Das ‚Café del Mar‘ mit herrlicher Aussicht auf den Atlantik und die Kite- Surfer, leckerem Kaffee und Kuchen, den ich nur angesehen habe – ich schwöre ..

Wir waren mit den Füßen im Mittelmeer und im Atlantik und das im März !! Fitnessurlaub pur 😊

Für mich war das ein wunderbarer Fitnessurlaub, nicht mit dem Schicki Micki Luxus versehen, den ich sonst schon mal im Urlaub genieße, aber ich habe mich bestens erholt und meine Ziele erreicht, die angebotene Mischung aus Sport und Entspannung ist vielleicht das Geheimnis, wir hatten Spaß und Aktivitäten wie auf einer Klassenfahrt für Erwachsene. Ich fand es grandios.

Mein Fitnessurlaub ist nur so verflogen, ich war sehr diszipliniert und hatte am Ende nicht nur 4,4 Kg abgenommen, sondern auch den Schwung für sportliche Aktivitäten zu Hause mitgenommen.

Der Blick meiner Freundin am Sonntag zurück in Berlin beim Bootcamp war unbezahlbar – tip top- wie die Schweizer sagen!

 

Summary
Review Date
Reviewed Item
Fitness Urlaub bei Franco Wierigs
Author Rating
51star1star1star1star1star

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen